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[kritiken]
interviews

 

freude am verzweifeln

orkus:

"Feinde auf Valium" war gestern, "Freude am Verzweifeln" ist heute - und wie! F/A/V hat noch einen Zahn zugelegt. Nein, nicht textlich, denn die fein formulierten Hasstiraden und astreinen Punk-Lyrics sind einfach nicht zu übertreffen. Musikalisch hat sich Michael Krauss noch weiter perfektioniert, und da er mit seiner Art, Lieder zu strukturieren und diese Tüfteleien in elektronische Klänge umzusetzen, ohnehin schon immer eine Klasse für sich darstellte, kann man ob der neuen Scheibe einfach nur noch über diesen genialen Wahnsinn staunen. Knallharte Electro-Beats, einfallsreiche, F/A/Vs Verspieltheit belegende Düdeleien (die der Sache jedoch nie den Ernst nehmen, sondern zumeist das jeweilige Stück inhaltlich unterstützen), sehr variabler Gesang und innovatives Songwriting par excellence - selbst eingefleischt :wumpscut: Jünger und Anhänger von Leaetherstrip zu dessen aggressiveren Zeiten mit einer Schwäche für Punk-Mucke kommen inzwischen endgültig nicht mehr an F/A/V vorbei. Reinhören wollen? Dann tun: "Wir sehen uns ja irgendwie wieder", "Radikal/Relativ", "Im Angstraum" (das absolute Highlight - klingt wie der :wumpscut:-Remix eine Stücks, das Einstürzende Neubauten und Razzia gemeinsam eingespielt haben). 9,5 von 10 Punkten. Thomas Sonder

electroage:

Following the path taken on the Feinde Auf Valium album, this third album presents an even more polished and refined sound. Still is, F/A/V is an affair of chaotic electronics, gloomy atmospheres with an equal dose of punk rage. Battering drum machines, madly pulsing synths and infectious, aggressive vocals provide the foundation work for Freude Am Verzweifeln. For instance, the album has a violent nature that was already omnipresent over the past releases, but delivered here in much more focused way. So, while powerful punk-influenced concoction never sounded that good (Aminn, Arm and the excellent Radikal/Relativ), the sinister ambience and horror-like edge is clearly developed with the eerie title track or the mad Nachmachen. All these facets of F/A/V combined together, makes of the album a very challenging work of electronic industrial, remembering the early rage of :wumpscut:. Although, even if F/A/V has a lot to do with :wumpscut: (he his signed on :w : ‘s label Mental Ulcer Forges and even the album comes with a "recommended by :w :" sticker), the album is everything but a :w :-clone thing. Because, it is clear with Freude Am Verzweifeln that F/A/V has forged its own take on electro with an in-your-face attitude and lots of nasty punk influences. Cold, violent and mad, Freude Auf Verzweifeln is brutal electro like we have so rarely the chance to listen to nowadays. It’s mean, absolutely well-crafted and I like it.

equinoxe:

Ausgestattet mit dem :wumpscut:–Siegel für empfehlenswerte Musik kommt das neue Album von Mike Krauss alias [f/a/v] dieser Tage in die Plattenregale. Beim Anhören fällt relativ schnell auf, dass "Freude am Verzweifeln" deutlich stärker von minimalistischer Elektronik und vereinzelten stimmungsvollen Melodiebögen geprägt ist, als noch der Vorgänger. Wer nun allerdings glaubt, dass [f/a/v] deswegen eine Spur softer oder gar leicht verdaulich geworden wäre, sollte besser die Finger von der Platte lassen. Die genannten Elemente sind lediglich Facetten, die das kompromisslose Electro Punk–Konzept des Regensburgers abrunden und dafür sorgen, dass "Freude am Verzweifeln" einfach noch um eine Spur ausgereifter und überzeugender klingt als "Feinde auf Valium". Besonders anschaulich kann diese Entwicklung an den Vocals nachvollzogen werden: zum Teil wird mit mehreren Gesangsspuren gearbeitet, die Bandbreite reicht von ruhig–nüchtern und nachdenklich bis hin zu den dominierenden stark verzerrten Parts, in denen Krauss seinen Weltekel zum Teil mit einer derartigen Inbrunst auskotzt, dass man sich ernsthaft fragt, inwieweit [f/a/v] auch ein Mittel zum Zwecke der Selbsttherapie (Optimiert für Betonverschläge?) ist. Im Booklet (das übrigens unter Mithilfe von Scott Craig eine echte Augenweide geworden ist) finden sich im Notfall die Lyrics in gedruckter Form wieder, was insofern begrüßenswert ist, da Krauss zu den wenigen Personen im Electro–Sektor zählt, die wirklich etwas zu sagen haben. Eine knallharte, fordernde und rundum empfehlenswerte Veröffentlichung. Meine Anspieltipps sind der nach eher verhaltenem Beginn zu einer wahren Highspeed–Prügelorgie mutierende Minimal–Smasher "radikal/relativ", "nachmachen", "arm" und "im angsttraum". (Rainer Metz)

etoile:

Rudy Ratzinger aka :Wumpscut: höchstpersönlich empfehlen die neue Scheibe von F/A/V, was durch einen kleinen Aufkleber auf dem Booklet dokumentiert ist. Die "Feinde auf Valium" legen dann auch in :W: - Manier los. Harter Industrial mit Anleihen aus den frühen 80ern mit deutschen Texten und mit jeder Menge Clubpotential. Musikalisch ist die Produktion sicher keine Neuerfindung der Musik, richtig interessant sind allerdings die Texte. Da geht es um übersteigertes Ehrbewusstsein, Selbstverstümmlung, Populismus, Kommunikationsprobleme oder Selbstmord. In "Scherben" geht es textlich sogar um das Ritual der Beschneidung von Frauen in manchen Ländern. Alles in allem ein recht krankes Album, aber gerade das macht es auch ziemlich interessant. Anspieltipps: "Wir sehen uns ja irgendwie wieder", "Radikal/Relativ", "Die Produzenten" Benjamin Yu 20.06.2002

zillo:

Bereits das dritte F/A/V Album aus der Klangschmiede von Michael Krauss erscheint dieser Tage auf Rudy Ratzingers Mental Ulcer Forges Sublabel. Wusste F/A/V schon mit den beiden vorausgegangenen Alben zu polarisieren wie kaum eine andere Band, wird dies mit seinem neuesten Output "Freude am Verzweifeln" mit Sicherheit nicht anders verlaufen. Direkt vorweg: Musikalisch, textlich und produktionstechnisch war Mike tatsächlich noch nie so auf der Höhe wie eben auf dieser Scheibe. Klar, das neueste Album ist ja angeblich immer das Beste; aber man sollte dieser abgedroschenen Phrase durch aus etwas abgewinnen, wenn man tatsächlich mal ein Klangexponat in den Hände hält, auf das diese Tatsache zutrifft. Immer noch erscheint es mir nahezu unmöglich F/A/V in eine vorgefertigte Schublade zu stecken, was natürlich für die Musik und den Künstler spricht. Punk und Electro gespickt mit einigen Industrie-Elemente werden so dermassen geschickt mit einander verwoben, dass man selbst nach dem x-ten Anhören immer wieder neue Details im F/A/V'schen Soundkosmos entdeckt. Anspieltipp für die Clubs ist das schon fast poppige "Radikal Relativ", welches das Revoluzzerpotential bei der tanzenden Gemeinde wecken wird. Definitiv ein Leckerbisssen! Thomas Thyssen

moving hands:

Michael Krauss aka f/a/v is back with his third release after "Miscellaneous" and "Feinde Auf Valium". Since I fancy both the previous releases a lot, my expectations were up in the sky and I gladly establish that I am not disappointed - rather the opposite!
The music of f/a/v sounds very German, but don't let that scare you - this is not ridiculous, corny, pretentious or exaggerated as you might expect. I would like to see f/a/v as an example of how great German industrial-EBM music can be, when it is not stupid and deals with neither bloody pleasures nor collective suicides.
The album begins and "Wenn Ich Etwas Hasse" shoots you away and directly, you realise that it's time to be brutally run over by this killer bulldozer named f/a/v! The experimenting playfulness distinguishing f/a/v from the rest of the stiff, predictable and rather boring, at least in comparison, bands that do their fucked up techno sounding EBM or whatever you wanna call it. This music is alive, feels real, true and organic in comparison to its competitors (are there any?). The entire album is more or less great and it is packed with potential dancefloor hits too! It's actually hard to find anything to complain about so it's both thumbs up for "Freude am Verzweifeln". Well, I can find one thing to nag about - I would've liked something similar to the cyberpunk track "Leiche" on "Feinde Auf Valium". However, we have tracks like "Du Kommst Nicht An", which is an entirely fantastic, and aggressive, accomplishment - it's a kick in your face!
I can already state that this is one of the best albums from 2002. It's a real gem, somewhere between older Einstürzende Neubauten and the harder stuff from :wumpscut:, and a must have for fans of innovative and epoch-making industrial-EBM-cyberpunk stuff.
9/10 points.

feinde auf valium

emp :

Hinter dem seltsamen Projektnamen verbirgt sich der Klangbastler Michael Krauss, und der nimmt musikalisch kein Blatt vor den Mund: Wer Nine Inch Nails oder Front 242 schon immer für weichlichen Kinderkram hielt, wird mit "Feinde auf Valium" richtig gut bedient: Punk, Industrial, Breakbeat und EBM vermischen sich in Stücken wie "Abschalten" oder "Unter sich bleiben" zu allumfassenden, aggressiven Lärmwänden mit der Wucht eines entgleisenden ICEs. Gelgentlich, wie bei "Tote Frauen / kranke Männer" geht es in Richtung tanzbaren Minimal Elektro - doch immer mit messerscharfen Sägeblättern bewaffnet. Bei Rudi Ratzingers (Wumpscut) Label Mental Ulcer Forges ist der sperrige Künstler untergekommen, er verbittet sich - so der Waschzettel - jede Einflussnahme von aussen aus kommerziellen Erwägungen. Also, wenn jemals eine Produktion von solchem Verdacht frei war, dann "Feinde auf Valium". Und Valium könnte der Nachbar schon brauchen, wenn er unvermittelt durch das Abspielen dieses Albums aufgeschreckt wird ... (Sonja Angerer - 03/01)

sinister-zone :

Eine sehr eigenständige Symbiose aus Electro, Industrial und einem Schuss Anarcho-Punk mit Neubauten-Touch, die uns f/a/v hier servieren. Textlich und vocalistisch weit ab des üblichen. Man könnte es auf den kurzen Nenner “Synth-Punk” bringen ...

orkus :

Ist Michael Krauss nun ein letzter Überlebender der Atari-Jugend oder doch nur ein Electro-Punk, dem alles kommerzielle zuwider ist ? Textlich und musikalisch ist f/a/v jedenfalls auf die Schnelle nicht einzufangen, und wer vom alltäglichen Electro-Gestampfe und Future Pop genug hat, darf hier unbedingt mal reinhören. Feinde auf Valium beherbergt viel auf den ersten Blick billig anmutende Geräusche und Arrangements, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Denn hat sich das Ohr erst einmal an den eigenartigen Sound gewöhnt, ereilen den Hörer sowohl Neubauten-Psychosen als auch Highspeed-Hack-Attacken, wobei Michael nie auch nur ein Blatt vor den Mund nimmt. Seit dem Debut miscellaneous haben sich bei f/a/v qualitativ Berge versetzt, was letztendlich auch Herrn Ratzinger dazu bewogen hat, dieses Ein-Mann-Projekt auf seinem Label zu beheimaten. Vielfältige Monotonie im Schatten des Sonnenreichs ! (8 von 10 - Thomas Sonder)

wetworks :

Feinde Auf Valium is the second release from Michael Krauss and his project [F/A/V] now on the Mental Ulcer Forges label run by none other than Rudy Ratzinger of :Wumpscut:. [F/A/V] create typical dark EBM that will surely get the attention of the :Wumpscut: fan base. This long player clocks in with 17 tracks in all (70+ minutes of music!). Aggressive tracks like "Leiche" stand-out from the rest due to its machine-gun tempo percussion that isn't typical of this type of music and really has an energetic edge. "Tote Frauen / kranke Männer" reminded me of more distorted Das Ich while "frau mit den nägeln" has a very strange jazzy powernoise vibe to it with highly distorted German vocals. While Feinde Auf Valium isn't the most original sounding album, it does succeed in creating a very enjoyable listen. It's a safe bet if you enjoy the music of :Wumpscut:. Complex and layered arrangements, distorted German vocals and dark EBM melodies make up this powerful yet typical release and should be investigated more by fans of harsh German electro.

equinoxe :

Erfrischend anders. Nö - die Rede ist nicht von Fanta Tropic Melon oder so was, sondern von f/a/v aka Michael Krauss. Das Ein-Mann-Projekt aus Regensburg schert sich einen feuchten Dreck darum, was gerade hip und angesagt ist und kreiert mit seinem zweiten Album fernab jeglicher Konventionen harten Synthiesound, der wohl mit Electro-Punk am adäquatesten beschrieben sein dürfte. Meist atemlos hektisch, direkt und abgefahren ballern einem die Stücke um die Ohren, dass es eine wahre Pracht ist. Seine Vergangenheit als Schlagzeuger scheint Mike Krauss dabei durchaus zugute zu kommen, denn insbesondere die Beat-Programmierung sorgt für eine Menge Drive. "feinde auf valium" verkommt allerdings trotz aller Aggressivität nicht zu einer dieser typischen "Hau-drauf-und-Schluss"-Angelegenheiten, sondern weiß den Hörer mit verschiedensten Stilelementen von minimalistischem Eigthies ("es brennt" - mein Tipp für die Clubs), rudimentären Technosprengseln bis hin zu stakkatohaften Prügelorgien ("Leiche") zu fordern und zu fesseln. Interessante und hintergründig-intelligente Texte gibt's obendrein - eine wohltuende Abwechslung zum üblichen Einheitsbrei aus kybernetischer Kriegsführung, plakativ zur Schau gestellter Antireligiosität und pubertären Gewaltfantasien. Für mich nicht zuletzt auch deshalb das fesselndste deutsche Electro-Album seit längerem. (Rainer Metz)

zillo :

Krank, sehr krank, F/A/V! Auf diesen relativ einfachen Nenner lässt sich das neue Album von F/A/V bringen. Was auf "Feinde auf Valium" geboten wird, ist alles andere als leichte Kost. Die Einstürzenden Neubauten sind im Vergleich mit Michael Krauss echte Warmduscher. Gnadenlos wird auf den Zuhörer eingeknüppelt. Harte Industrialrhythmik wird mit jeder Menge Noise und bösem Gesang angereichert. Teilweise kann man zu dieser Mischung sogar tanzen. "Juni" ist zum Beispiel ein Kracher. Allerdings sind das die Ausnahmen. Die Regel sind Stücke wie "Leiche" oder "Rentnerbunker", bei denen die Experimentierfreude eindeutig im Vordergrund steht. Auch die Texte sparen nicht mit allerlei Splatterelementen. Michael Krauss reiht aber nicht nur Klischees wie Blut, Tod, ficken aneinander, sondern garniert seine Lyrics mit sehr viel sozialkritischem Humor. Fazit: "Feinde auf Valium" bietet harte Unterhaltung für eine kalte Welt. Bist du bereit dafür ?

sur-face :

Beim neuen Anschlag auf unsere Nervenstränge bleibt zunächst zu bemerken, dass FAV jetzt nicht nur das Label gewechselt, sondern auch von Wumpscut empfohlen wird. Wer jetzt aber meint, FAV seien ein Wumpscut-Klon der ist auf dem Holzweg, obwohl der Gesang in die Richtung geht und hin und wieder einige wenige Sounds an Wumpscut erinnern, wie etwa bei dem Song "Juni", allerdings ist der Gesang noch eine Nummer aggressiver wie auch die Musik an sich an Härte kaum zu Wünschen übrig lassen. Die Lyrics sind mal mit anspruchsvollem Inhalt und gleiten ab und zu ins obszöne über, was dem ganzen einen ganz eigenen Charme verleiht. Irgendwo wo die Musik von FAV als Mischung aus Electro, EBM und Punk bezeichnet, was dem ganzen sicher recht nahe kommt, wo sonst findet man solche Trash-Electro-Nummern wie etwa "Leiche", während "Es brennt" eine geile Pogo-Nummer hergibt. Übrigens steht FAV für "Fucking and vomitting", wie uns Mastermind Michael Krauss kürzlich mitgeteilt hatte. Schlußendlich bleibt nur zu resümieren, dass "Feinde auf Valium" auf die Länge von 17 Tracks allerlei Mutationen zwischen Industrial, Electro und Punk durchmacht und sich dabei nur auf elektronische Mittel zu stützen scheint. "Feinde auf Valium" fordert wahrlich den Hörer und ist meiner Meinung die wirkliche Definition für Electro-Punk... und das krasse Gegenteil von WeiberElectro (tm). (A.B.) Bewertung von 10 : Musik (9), Gesang (8), Klang (9), Cover (9), Unterhaltungsfaktor (8) Tracks: 17 / Time: 73:04 min / Update : 28. März 2001

sonic seducer :

Lotte aus der Krachmacherstraße hätte sicher ihre helle Freude an dieser CD, hat sie doch mit [f/a/v]-Gründer offenbar einen Bruder im Geiste. Mit martialischen Electro-Noise-Attacken wütet der bayrische Einzelkämpfer gegen alles, was ihn so anpißt: Geltungsgeile Politiker, stupide Nachbarn und der braune Sumpf! Weitaus aggressive als die Musik jedoch präsentiert sich bei Krauss' zweitem Album der Gesang, der zwar auf deutsch, und damit eigentlich verständlich, dafür aber bis zur Schmerzgrenze verzerrt ist, was diese CD zu einer echten Herausforderung werden läßt. Bei einer gediegenen Skat-Runde sollte man daher diese Scheibe besser nicht in den Player legen, wer sich dagegen in seiner Wohnanlage so richtig unbeliebt machen will, sollte "Feinde auf Valium" Samstagabends zur "Wetten, daß?"-Zeit bis zum Anschlag aufreißen.

electroage :

Now signed on the :wumpscut:'s label Mental Ulcer Forges, the new F/A/V could have been similar to its label's owner; which would be a logical approach, although terribly wrong. Hopefully, Feinde auf Valium isn't a :w:-clone nor even close to it; more polished and less straight-forward then its predecessor (Miscellaneous), the new F/A/V is cold German EBM at its best. Tenebrous atmospherics, thick electronics, analogue synths, dialogue samples and heavily processed vocals; Feinde auf Valium does hit hard, terribly hard. The minimal electro-punk approach of the band's debut is totally absent on the album, save for Leiche which was previously available on DaHam Records' compilation Rohstoff. Beyond this, F/A/V have evolve further, exploring a darkly textured EBM highlighted by some noise touches. As well, Michael Krauss' Neubauten influence is still noticeable, though much more well-incorporated into the grinding sound. Opening with Abschalten, the corrosive EBM of F/AV is established with Krauss' vocals delivered with an explosive vitriolic rage passed through an heavy vocoder processing. Screaming electronics, scatted beats and warbling and warping manipulations are consuming the harsh essence of the song. Juni is powerfully cold and loud, moving with a stable beat and distorted percussion along screamed vocals, give to the song a violent character while not being overwhelmed. A brutal electro-track, Beckstein is a colossal monster build around a wall of electronic tension made of ripped up synths interspersed by furious distorted beats and harsh vocals. The title track is violently dark heavily punched by metallic percussion and noisy electronics; ending in a pleasurable chaos of crushing electronics and harsh drum machines. On the opposite, the excellent 3am is quietly tenebrous with darkly atmospheric synths and plaintive piano; samples are floating over the thick metallic rhythm while the vocals are slowly whispering deranged lyrics. Starting with a soundtrack-like score, the "Kybernaughty treatment" remix of Von Der Gemeinsamkeit by Kybernaut rapidly drift to a dark drum'n'bass track with haunting atmospheres and distant twisted electronics. Feinde auf Valium is a solid 74-minutes of crushing electro-industrial, cold EBM and harsh noise. With this under its belt, F/A/V will surely be generating a lot of attention, and this deservedly so. This album is an excellent point of introduction to the twisted world of F/A/V's Michael Krauss and a necessary addition for those in search of more noise and aggression infused in their electro music.

shadowdance :

Feinde auf Valium... Ein Titel bei dem man an dröge depressiv runtergeleierte Hasstexte denken kann. Weit gefehlt. Hier geht der Punk ab - im wahrsten Sinne des Wortes. F/A/V sind elektronischer Punk im wahrsten Sinne. Sie geben Prodigy als eine der Bands an, die sie beeinflusst haben, und das hört man. Nur wo Prodigy mit sinnbefreiten Texten wie bei "Firestarter", "Breathe" und "Smack my bitch up" aufwarteten, gaben sich F/A/V richtig mühe mit den Texten. Jawoll Herrschaften, richtig gelesen. Endlich mal anständige Texte. Schwarzszenebands die ähnliche Texte vorzuweisen haben, kann man an der linken Hand eines Sägewerkarbeiters abzählen. Die Musik an sich pendelt zwischen wüstem Rumgekreische ("Abschalten", gleich der erste Track) und eigentlich recht angenehmen Synthmelodien ("Tote Frauen - Kranke Männer"), jedoch immer mit einem gewissen Aspekt der Disharmonie unterlegt. Dies alles wird von einem schon fast anspruchsvollen Beat begleitet. Samples sind mir nur an zwei Stellen aufgefallen, die auch an diese Stellen passen. Keine gezwungenen Introsamples, wie sie heutzutage anscheinend Mode sind. Die Texte reichen von sehr subjektiv empfundenes, schon fast surrealem ("Abschalten"), über das alltägliche Hadern mit der Welt ("Zwang", "3am") bis hin zu harscher Sozialkritik in der die zunehmende Vereinsamung ("Rentnerbunker"), die pornographische Industrie ("Die Frau mit den Nägeln"), aber auch der braune Sumpf ("Juni", "Unter sich bleiben"), schon fast in Form von freier Poesie (man erinnere sich an die komischen Gedichte aus dem Deutschunterricht, die weder Versmaß, noch Reimschema hatten). Kostprobe gefällig?
in meinem zimmer liegt eine leiche ihr zustand verschlechtert sich zusehends schon aufgrund ihres geruchs kann man ihr kaum aus dem wege gehen hier und da gelingt es jemandem ihren zustand zu verbessern doch auf dauer wird es sicht nicht vermeiden lassen sie einzuäschern die lokale presse würde würde es sie interessieren über das ableben der leiche wild spekulieren
Und gerade die Darbietung der Lyrics bringt die Punk-Assoziation nocheinmal auf. Romantischer Minnesang ist es nicht gerade, als Vergleich müsste ein Marilyn Manson in Rage und ohne Halsbonbons herhalten. Partymusik ist es also nur bedingt, auch wenn "Es brennt" ein Tanzbodenfeger ist. Auch würde ich die Musik nicht zur Entspannung oder als Arbeitsbegleiter einlegen. Persönlich gefallen mir "Leiche" (aufgrund der Komik des Absurden), "Tote Frauen - Kranke Männer" (es wird ein, wie ich finde, recht objektives Weltbild dargestellt) und "Feinde auf Valium" (einfach nur so, weil ist so). Alles in allem ein Album, bei dem das Zuhören und die Texte lesen (und deuten) Spass macht - auch wenn die Nachbarn nach 5 Minuten klopfen kommen. Produ 8 Eier 10 GruFa 7 FuFa 10 Gesamt 8.75

wrath :

Mit der neuen Veröffentlichung bietet Michael Krauss auch eine neue Alternative, wofür "fav" stehen soll - "feinde auf valium" sollen's diesmal sein! Wie auch auf dem Debut-Album gibt es massenhaft kranken Splatter-Electro mit verbratzten Beatz, zerhäckselten Vocals und nervös zitternden Synth-Lines. Aber immer wieder tauchen, etwas schüchtern, Reminiszenzen an die 80er auf, allerdings eher als Sektionspräparat als denn als Liebesbeweis. Erfrischend ist, daß zwischen den recht deutlichen und expressiven Texten auch immer wieder der gewisse Funken Humor herausblitzt, der auch schon auf "Miscellaneus" zu finden war - und allein für die Idee, ein Lied mit dem Titel "Beckstein" zu schreiben, gebührt fav der Industrial-Orden am Bande. Gute Beispiele für die fav'sche Kombi aus Frickel-Electro und rhythmic noise sind unter anderem "Tote Frauen - kranke Männer" und "Die Frau mit den Nägeln". Die Liedtitel zeigen an, wo's langgeht... Ein Lob übrigens noch für das gut designte Booklet! Fazit: Wer die frühen :w:-Werke schätzt, wird fav wohl ebenso mögen. Zum Schmusen oder Kleidchenschwingen gibt's hier aber nix! Also raus aus dem "Rentnerbunker"! (letzteres einer meiner favourite tracks auf dem Album).

recycleyourears :

"Feinde auf Valium" is the second album by the german F/a/v after a "Miscellaneous", CD on the now defunct Nova-Tekk. This time, Rudy Ratzzinger of :Wumpscut: has given to this project a new home in his Mental Ulcer Forges label, in which this act fits very well. This new disc, packed to the core (more than 73 of music) should also reach a new audience since F/a/v were part of :Wumpscut:'s (in)famous "Totmacher" remix project.
Considering the label and the :Wumpscut: blessing, it was rather predictable that F/a/v was playing a dark, distorted and classic kind of electro. Along these 16 tracks, Michael Kraus, the man behind this project, delivers energetic and really somber songs that reminds quite a lot of the early works by :Wumpscut: or of the Celtic Circle scene from a couple of years ago. The rhythms, quite pounding, are still clear and traditionnal, enriched with electronic melodies and a very distorted singing, almost always in German. The drum patterns are faster and more complex than usual with this kind of stuff and, generally speaking this is multi-layered and well written.
F/a/v don't qualify to any originality contest but should appeal for people looking for this typical, dark EBM / industrial sound that was big in Europe a couple of years ago. A couple of tracks are more efficient than the rest ("Tote Frauen / kranke Männer", "Zwang" or "3am") and the remix by Kybernaut is not bad either, bringing some technoid break beats and freshness in an album that is otherwise a bit too long. I would recommend this without a doubt to the :Wumpscut: fans. The other might hear this in a smokey club and get hooked... Well done dark electro.

 

miscellanous surface :

Hektisch & Deutsch, sind die ersten Schlagworte beim hören von FAV's "Miscellaneous". "Hektisch", weil die Jungs ihren Electro/TripHop/Drum'n'Bass-Sound ohne Gnade an den Mann bringen und "Deutsch", weil der Gesang sich überwiegend der deutschen Sprache bedient und so den durchgeknallten Eindruck um ein vielfaches verstärkt. In der Thanks-Liste im Booklet gehen Grüße unter anderem an Rudy R. & EA 80, was sicherlich Rückschlüsse auf die Beeinflussung zuläßt, nicht zuletzt da Rudy R. selbst beim Mastern geholfen hat. Der Sound ist rundum zeitgemäß und in Sachen Inhalt gibt es auch nichts zu beanstanden, auch wenn die Songs nicht unbedingt leicht zu verdauen sind, besteht wegen der außergewöhnlichen Songsstrukturen geradezu Suchtgefahr (bestes Beispiel der Song "Nicht"). FAV halten sich bei keinem der 15 Songs an die üblichen Regeln des schubladenmäßigen Musizierens, was sie wirklich liebenswert macht. Zu den besten Songs zählen u.a. "h/k", "Abmarsch" und "Verschweigen". Letztendlich kann man FAV allen offenen Geistern ans Herz legen und so was durchgenalltes ist mir seit "Genital A-Tech" nicht mehr in den CD-Player gekommen. Bleibt nur noch die Frage zu klären, wofür FAV steht....! Tracks: 1. Warten (4:09) 2. Das Reservat (5:20) 3. Nicht (5:13) 4. h/k (3:57) 5. Abmarsch (5:43) 6. Von der Gemeinsamkeit (4:50) 7. Bialek (5:03) 8. Pavor (4:49) 9. Verschweigen (4:58) 10. Nicht Nur Ich (1:25) 11. Spinnensequenz (6:16) 12. Selection Bias (4:13) 13. The Great Murder Trial (4:34) 14. Fucking And Vomiting (3:44) 15. Wir Bekennen (4:19) Bewertung von 10 : Musik (8), Gesang (8), Klang (8), Cover (6), Unterhaltungsfaktor (10) Tracks: 15 / Time: 68.40 min / Update : 16. Februar 2000

dark velvet :

Completely generated by computers, this alternative/experimental music has a very sterile and perfected sound, that is on it's own very creepy, because while it is perfect, it very clearly lacks life. Add to this the fact that the lyrics are in German and you've got a situation that is almost sublime -- I get a feeling that I imagine my grandma has when I try to explain to her the concept behind email. It's almost like what you're experienceing is too good to be true, or at least it shouldn't be trusted. The press kit says that those of you who speak German will be able to pontificate on the German political commentary that is present, but the rest of us are left to interpret the emotions present on the disc. For me, those emotions range from fear, to concern, to depression, to anxiety. The only English titled songs are, "The Great Murder Trial" and "Fucking and Vomiting." Hmmmm. What do these things have to do with fear, anxiety and Germany? Investigate these issues, and some of your own, by letting your computer to the walking: http://www.insania.com/fav .--Goddess

last sigh:

Recorded over a period of time ranging between 1996 and 1998, Michael Krauss of FAV, has created a diverse and intelligent assortment of music integrating electro-shifts in noise, techno, industrial, gabba. EBM etc. No two songs are alike, which greatly compliments the release. Residing in Regensburg Bavaria, Germany, the works of one Michael Krauss portray a part of the culture which surrounds him from using a sample of an "asshole policeman" to the aural discussion of "arms producing factory Heckler & Koch", and von der gemeinsamkeit, "about community" which reflects on population from two to billions. In addition, the lyrics remain in German. The aggressive heavy approach to FAV's style can best be heard in most of the tracks, however a more gentle less aggro yet remaining a noisey electro-melodic sound occur in Verschweigen & title track, Selection Bias. Militant power beats, drum and bass, expansive noise and harmonic melody and noisey shifting bombardments are a few of the aural means by which FAV introduces his work on Selection Bias. Some of the tracks include speedy races with rhythm, clanking and sub-melodic distortion, while others combine shorts bursts of treated raspy vocals, pumping hydraulic percussion and sonic assult. Overall this release is a hefty reassurance there is still original music being produced in the world of "pure" electronic music. This CD was mastered by Rudy Ratzinger of ":Wumpscutt:", and does a fine job to exemplify and expand the broader side of creative efforts coming out of Germany. Miscellaneous is a must have for those of you who enjoy hearing a new voice of resurgent, aggressive electronic music.

wrath:

fav steht für "fucking and vomiting", womit ja schon unser aller Lieblingsbeschäftigungen abgedeckt sind. Als Soundtrack für ersteres ist fav vielleicht etwas zu wenig romatisch, aber keine Angst, für letzteres viel zu gut. fav macht harte elektronische Musik, Industrial-lastige Beats treffen auf Melodiebögen, die von minimalistisch bis komplex reichen, und diese Mixtur setzt sich binnen kürzester Zeit ganz tief in der Hirnrinde fest. Dazu kommen noch die für das Genre recht interessanten Texte, die weit weg von der üblichen Splatter-Lyric sind und mit Samples unserer bayrischen Lieblingspolitiker abgerundet werden. So entstehen faszinierende Klangcollagen, die den Verdacht nahelegen, daß hier jemand an den Knöpfen dreht, der mehr als nur Wackelpudding zwischen den Ohren hat. Im Klartext: "Miscellaneous" ist zwar hübsch krank, aber auf jeden Fall eine der besten CDs aus dem Electrosektor in diesem Jahr und besteht meinen 30.- DM-Test ("Würde ich DAFÜR 30 Märker ausgeben?") locker!

bodystyler:

so hart hätte mal tommie stumpff klingen sollen, dann hätte man ihn auch nicht so schnell vergessen. michel krause (auch so ein schöner deutscher name) alias fav präsentiert richtig guten electronic punk im wahrsten sinne des wortes. komplett mit einem cover der legendären ea80 erinnert seine musik komischerweise an die harte elektronik der endachtizger und frühen neunziger (nicht so sehr die sounds, mehr die art, mit einfachen mittlen treibende songs zu schreiben), obwohl er aber mit der verschachtelten rhythmik beweist, ein kind der jahrtausendwende zu sein. frühe vomito negro, front line assembly oder poupee fabrikk treffen auf minimale atari teenage riot und treten kräftig hinterteil. wer also intelligente ebm stomper mit drum 'n' bass ästhetik und politischer punkattitüde sucht, ist mit fav gut bedient. dieses eigentümliche gemisch hat es mir eigentlich sehr angetan. : )

industrial bible:

FAV (Fucking and Vomiting) is the work of one Michael Krauss of Resenburg Germany. Recently signed to the newly formed Daham Recordings label (founded by B-TON-K / aka Karl K.) FAV's debut is a hard hitting combination of everything from EBM, noise, gabba, techno, and so much more! Miscellaneous has an ever-so-slight Wumpscut feel to it, possibly due to the fact that it was mastered my Rudy R. himself. Fans of the harder side of electronic music take note…..this is the CD for you! Michael managed to meld together so many various musical elements that it takes several listens before you can even begin to pick them out. Initially this CD will hit you with the edgier tracks such as Nicht, Warten, Von Der Gemeinsamkeit, and Wir Bekennen, many of which display FAV's appreciation for the denser techno / drum -n- bass sounds. After a few more listens though, you'll easily start to get pulled into the less aggressive pieces (Verschweigen & Selection Bias) which indicate a more intelligent side to FAV's sound, mixed with some noisy subtleties. There is so much going on through out this entire CD that it is nearly impossible to pin down a genre in which to place FAV. All of the 15 tracks were recorded over a period of time ranging between 1996 and 1998 and each emit their own vivacity with plenty of energy and intensity. My only advice would be to pick up this CD expeditiously. Miscellaneous is not to be missed!

electroage:

Daham's new release FAV is another step toward a reputation as a weird record label. After the two B-TON-Ks, they offer us a one man project with a completely different approach to music. Michael Krauss delivers us songs that were made for the weirdest musically-starved psychos… On my first listening, I was pleased by some familiarities with Einstuerzente Neubauten, in a percussion point of view. After a few times, I began to discover great ideas. I have to admit that this album hides some very weird atmospheres, and that they are a little difficult to assimilate. I'm just not used to this kind of musical approach. There is a lot of analog component. The music is shaped like four big corners, making a square that delivers a lot of energy. To this you can add the most terrifying ambiences imaginable. This album is perfect if you want to give a lesson to your ears and tell them what real sound stimulation is like… The songs that you may want to listen first are nicht, von der gemeinsamkeit, bialek and verschweigen. With these, you can have a good idea about Krauss' great potential. The lyrics are in German, so I unfortunetaly didn't understand a word. But if I talk to him someday, maybe that he'll want to tell me what his lyrics mean… The production was made by Krauss and Rudy Ratzinger (:wumpscut:). As you may know, everything that Ratzinger touches has no 'production' mistakes in it. Each sound comes out of the speakers very clearly. The ONLY thing that I dislike in some of his songs is that saturated noisy sound that make all the body vibrates. It's a little bit to analog for me… FAV is a must for anyone who likes projects that have new original ideas. A great band to discover.

deadwyre:

Rating: 3 Ah, yet another new release from Daham Recordings! This time, it's from a creature known as Michel Krauss. Exploring the mind of Experimental EBM and sound design, much in the vein of the new B-Ton-K, but just a little different. Complete German lyrics, more vocals, and a somewhat minimalistic, yet chaotic programming style. Again, much like early Klinik or Suicide Commando. Actually, the best comparison would be to Lescure13 (a SC side project). Very analog sounding, with gritty percussion and abrasive vocals. Strong tracks include "Abmarsch", "Von Der Gemeinsamkeit", and "Spinnensequenz" . If you're looking for older EBM styled music, this is a must. (McClelland)

kortex:

D'après les deux pièces que je connaissais de ce groupe je pouvais déjà dire qu'il me plairait mais je n'étais nullement préparé à entendre un album aussi solide que celui là. Si j'avais un disque à choisir comme disque du mois ce serait sans hésitation "Miscelleneous" de Fav. Fav offre ici un album incroyablement rafraîchissant qui donne dans l'elektro-industriel aggressif mélangeant habilement expérimentation et rythmes accrocheurs. La programmation des percussions est totalement hallucinante tout comme l'utilisaiton des échantillonages de toutes sortes qui nous en mettent plein la vue. En plus de ça la production est très très bonne. Parmis les pièces les plus marquantes de l'album on retrouve "Das Reservat" et "Bialek" qui seront surement les deux succès de l'album, ainsi que la pièce "Nicht Nur Ich" qui tient plus du punk hardcore que de l'industriel. Toutes les pièces sont livrées en allemand sauf une, "Fucking and vomitting". Bref cette première parution de Micheal Krauss sous DaHam Recordings est fort impressionante et je la suggère à tous. Il est impossible que vous soyez décu de cet album. J'adore et j'en redemande. translation: I already knew two songs from this album prior to acquiring it. I also already knew I would like FAV a lot but I was nowhere near prepared to hear an album that was THAT good. If I had one CD to choose for album of the month I wouldn't hesitate to choose FAV's "Miscelleneous". FAV offers us an incredibly refreshing album made up of harsh elektro-industrial rythms with a twist of experimentation. The drum programming is totally amazing and the sampling is as good if not better. The production is quite good & crisp also. Among the better songs on this CD are "Das Reservat" & "Bialek", both instant dancefloor hits, and the song "Nicht Nur Ich" that is actually more of an hardcore punk song. All the vocals are in german except for "Fucking and Vomiting". This first release from Micheal Krauss under DaHam Recordings is quite impressive and definitly worth checking out. "J'adore et j'en redemande." (thanks yan !)

orkus:

im vergleich zu dem in der letztjährigen septemberausgabe von mir besprochenen gleichnamigen demo von michael krauss alias fav hat sich doch einiges sehr verändert, und ich neige sogar dazu, zu behaupten, nicht nur zum guten. die zwölf songs, welche übernommen wurden, sind technisch und kommerziell aufgepeppt worden und nehmen ein bißchen den atari-charme des alt-neuen elekronik-gemüts von fav. miscellaneous hat deswegen noch lange nichts an frivoler andersartigkeit berloren, nein; es ist erfrischend, mit seltsam rhythmierenden und dennoch tanzbaren und immer an irgend etwas erinnernden electro-sound mit zurückhaltend verzerrtem gesang zu vernehmen. definitiv eine ausnahmeerscheinung in der mittlerweile (leider) langweilenden elektronik-szene.

industrial information station:

This is the first release by new kid on the block FAV aka Michael Krauss with final production from :w:'s RudyR. It's musically diverse, drawing from and mixing a wide range of styles, which results in an intense aural rollercoaster of a ride. From the pounding industrial rhythms of 'Das Reservat' to the evil sounding hybrid of industrial gabba and punk that is 'Nicht Nur Ich' this CD turns a surprise corner with each track. The instrumentals 'Pavor' and 'Spinnensequenz' and the near-instrumental 'The Great Murder Trial' and 'Wir Bekennen' are all excellent, this guy really knows how to make music. A highly accomplished, immensely enjoyable debut and I'm looking forward to hearing more in the future.

modulazioni industriali:

"MISCELLANEUS" debutto di FAV [FAV= Fuck and Vomiting ;)] aka MICHEAL KRAUSS , trae le sue radici dalla fertile scena musicale che si è sviluppata nel tempo partendo dall'utilizzo come strumento musicale dei vecchi cari computer AMIGA .I 15 pezzi di "MISCELLANEUS" risultano molto interessanti per la vena compositiva di M. K. che oltre ad utilizzare i codici orientativi di marca electro-industrial li condisce di sana attitudine "punk ", che si può ravvisare nella non linearità delle parti ritmiche pesantemente influenzate dalla drum-n-bass e da certo gabber , ma conservando nello stesso tempo la durezza e il feeling electro-punk pur con un utilizzo dei distorti suoni sintetici fuori dai classici schemi , con una mentalità che ricerca più il "riff" giusto che il bel suono di synth string in sottofondo , un approccio più spontaneo quasi OI [ non ci credete ? Ascoltate "BIALEK" o la cover degli EA80 "NICHT NUR ICH"] ; insomma non so se mi sono spiegato ma FAV è sicuramente nella mia lista dei debut-album più interessanti del 1999 , non posso che raccomandare anche a voi uno "stage-diving" tra le atmosfere punk-electro-industrial di "MISCELLANEUS" .

orkus:

lange (oder gar noch nie ?) nicht mehr gehörte, elektronische beats aus einem techno-ebm-gedingsel mit intelligenten strukturen fesseln den interessieren hörer. fav ist ein "ein-mann-projekt", welches schleunigst bekannt werden sollte.michael krauss ist seines zeichens erfinder dieser 16 stücke, die in diese knapp 74 minuten lange cd eingebrannt wurden; diese stücke sind sein bisheriges lebenswerk, die notizen seiner laufbahn (teenager-amiga - student-pc). angereichert wurden die 16 werke teilweise mit stimme bzw. gesang, wodurch es natürlich auch texte gibt. ebensolche reichen von depressiv bis hin zu anklagend gegenüber der politik seines heimatbundeslandes, welches den namen bayern trägt. als absoluter coversongfeind muß ich dieses mal eingestehen, daß fav neubautens "zns" hervorragend auf seine art und weise umsetzt, genauso wie "nicht nur ich" von den göttlichen ea80. miscellaneous ist ein kleines wunderwerk, welches zu erwerben man für den mageren einsatz von nur zehn mark deutschen märkern unter folgender adresse ermöglicht ist: ......... p.s.: außerdem sollte das geniale presseinfo auch jedem käufer der cd zugänglich sein...

bodystyler:

randvoll ist dieser tonträger, versehen mit einem bizarren backcover, das entschlüsseln des titelbildes blieb mir allerdings verwehrt. tja, wie klingt die musik von einem, der ebm, industrial, drum&bass und punk als referenzen angibt ? genau, hochenergetisch, übersprudelnd vor kraft, hektisch, hart, technisch, ein wenig krank und vor allem nicht normgerecht. da drängelt der bass an diversen fiepsern vorbei, um rechtzeitig mit den stahlsamples die tanzfläche zu erreichen, der man einen anständigen tritt verpassen kann. wo groove und rhythmus einen hexentanz zelebrieren, gehören melodien nicht in den vordergrund, und wenn kein gesang, dann eben nicht, oder vielleicht sprachsamples. sehet, auch die vermeintlich unpersönliche industrialmucke kann humor präsentieren, ohne daß man "griechischer wein" dazu singen müßte. heute wieder was gelernt: regeln brechen macht spaß und "zns" bleibt als original ungeschlagen. fazit: fav bringen gute laune ins haus.

intro:

michael krauss aka f a v produziert lärm, das schreibt er zumindest im info seines tonträgers "miscellaneous". aber der lärm ist recht gut, ein industrial-soundtrack zum untergang, den man irgendwie kaum beschreiben kann, weil er so zwischen den elektrischen spielarten von relativ tanzbarem ebm bis zu absolutem zertümmer-lärm durch computer-gehacke hin- und herpendelt. es ist diese art von songs, bei denen total monotone beats, singendes geschreie (jawoll, anti-csu-texte) vorherrschen und reichlich viel samples metallische töne drum herumgebastelt werden. manchmal kommt das ganze mit einem anflug von melodie daher, angefangen und nicht fortgesetzt, fragmente, die sich total im kopf festsetzen. das ist lärm von der industrial-basis, gut ! michael krauss brennt übrigens seine 74 minuten töne selber auf seinem pc für 10 märker inkl. p&p, handgeschriebener titel auf der cd und eigene nummerierung im kopierten booklet extra.

k7:

Hoppsasa, wer hätte das gedacht, die Schlimmsten kommen eben doch aus Bayern. FAV, ein mir bis dato völlig unbekanntes Projekt aus Regensburg ließ mir durch einen Mittelsmann die vermutlich erste Veröffentlichung zukommen. Hinter diesem mysteriösen Namen verbirgt sich ein gewisser Michael Krauss, der auf dieser etwas über 70 Minuten zählenden CD seine elektronischen Soundtüfteleien präsentiert. Geboten wird tanzbarer Electro mit treibenden Beats, satten Bässen, teilweise ganz schön skurilen Sounds und minimalen Tekkno-Anleihen Neben den überwiegenden musikalischen Eigenkreationen finden sich noch die Cover-Versionen "ZNS" von den Einstürzenden Neubauten und "Nicht nur ich" von EA80. Etwas abgefahren erscheint mir doch die Rückseite der CD, denn dort findet sich neben der Kontakt-Adresse und der Titelliste auch ein Bild, welches ich hier nicht beschreiben möchte. Gesagt sei nur, das es ein wenig an Haus Arafna erinnert. Fazit: Eine gelungene Produktion, mit kleinen, ihr eigenen, Eigenwilligkeiten.